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Der Thüringer Basketball trauert um Yvonne Streit

  • Thomas Fritsche
  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir die Nachricht vom plötzlichen Tod von Yvonne Streit aufgenommen. Sie verstarb in der vergangenen Woche völlig unerwartet im Alter von nur 51 Jahren.



Mit Yvonne Streit verliert der Thüringer Basketball eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg wie kaum eine andere für den Mädchen- und Frauenbasketball in Thüringen stand. Ihr Name war untrennbar mit Leidenschaft, Engagement und dem unermüdlichen Einsatz für unseren Sport verbunden.


Ihre Basketballlaufbahn nahm beim USV Jena ihren Anfang. Schon früh zeigte sich ihre besondere Begeisterung für den Sport und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.


„Yvonne begann im USV Basketball zu spielen, da war sie zwölf oder dreizehn Jahre alt. Von Anfang an war sie im gesamten Lernprozess sehr ehrgeizig und strahlte stets einen positiven Ehrgeiz aus, der sich auf die gesamte Mannschaft übertrug. Schon als Jugendliche übernahm sie erste organisatorische Aufgaben als Kampf- und Schiedsrichterin bei Kinderwettkämpfen. Mit 14 Jahren konnte ich sie bereits als Übungsleiterin für unsere Minis gewinnen. Sie war immer zuverlässig und übernahm Verantwortung weit über das hinaus, was man in diesem Alter erwarten konnte.“


sagt Manfred Rosemann, damaliger Abteilungsleiter Basketball des USV Jena und erster Präsident des Thüringer Basketball Verbandes


Der Basketball wurde für Yvonne früh weit mehr als nur ein Sport. Trotz persönlicher Schicksalsschläge fand sie im Basketball Halt und zugleich die Möglichkeit, anderen Halt zu geben.


Sportlich gehörte sie zunächst zu den prägenden Spielerinnen des USV Jena in der Regionalliga. Ein Höhepunkt ihrer aktiven Laufbahn markierte die Saison 2005, in der sie dem Kader der TuS Jena Burgaupark Ladybaskets in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga unter den Trainern Wolfgang Meier und Torsten Rothämel angehörte.


Doch ihre größte Wirkung entfaltete sie neben dem Spielfeld. Im Jahr 2005 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen des Vereins Ladybaskets Jena e.V. und war zunächst die zweite Vorsitzende. Von diesem Zeitpunkt an widmete sie einen großen Teil ihrer Energie dem Aufbau und der Entwicklung des Mädchen- und Frauenbasketballs. Als Trainerin, Organisatorin, Wegbegleiterin und oftmals auch als Ansprechpartnerin in persönlichen Angelegenheiten hat sie über die Jahre Hunderte von Mädchen für den Basketball begeistert und auf ihrem Weg begleitet.


“Yvonne hat dem Basketball einen großen Teil ihres Lebens gewidmet. Mit Leidenschaft, Herzblut und unermüdlichem Einsatz hat sie die LadyBaskets von Beginn an geprägt. Ihr Engagement und ihre Begeisterung für den Basketball haben Generationen von Spielerinnen und Vereinsmitgliedern inspiriert.


Mit ihrer herzlichen Art war sie für viele eine vertrauensvolle Ansprechpartnerin, engagierte Trainerin und treue Freundin. Yvonne ermutigte uns stets mit den Worten: „Nicht ausruhen, sondern immer den Weg weitergehen.“


Wir verlieren einen besonderen Menschen, dessen Wirken weit über das Spielfeld hinaus Spuren hinterlassen hat. Ihr Einsatz, ihre Menschlichkeit und ihre Liebe zum Basketball werden unvergessen bleiben.”


sagt Anja Wahlmann, Vorsitzende der LadyBaskets Jena e.V.


Auch über die Vereinsgrenzen hinaus engagierte sich Yvonne Streit für den Basketball in Thüringen. Im Thüringer Basketball Verband war sie zuletzt als Staffelleiterin für den weiblichen Spielbetrieb tätig. Beruflich setzte sie sich als Sportjugendkoordinatorin beim Stadtsportbund Jena für die Förderung von Kindern und Jugendlichen im Sport ein.


Wer Yvonne kannte, wusste, dass sie ihre Aufgaben nie halbherzig anging. Sie brachte ihre Überzeugungen mit großer Leidenschaft ein, kämpfte für ihre Ideen und stellte sich Herausforderungen, die ihrem Wunsch entsprangen, Dinge zu bewegen und zu verbessern.


„Mit Yvonne Streit verliert der Thüringer Basketball eine der engagiertesten und prägendsten Persönlichkeiten für den Mädchen- und Frauenbasketball. Über viele Jahre hat sie mit außergewöhnlichem Einsatz Strukturen geschaffen, Menschen zusammengeführt und unzähligen jungen Spielerinnen den Weg in unseren Sport eröffnet. Ihr Wirken wird weit über ihre aktive Zeit hinaus sichtbar bleiben.


Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freunden sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern. Ich wünsche ihnen viel Kraft, mit diesem schweren Verlust umzugehen. Gleichzeitig wünsche ich dem Verein, dass er auf dem Fundament weiter aufbauen kann, das Yvonne mit ihrem Engagement, ihren Ideen und vor allem mit ihrem großen Herzen geschaffen hat.“


Thomas Fritsche, Präsident des Thüringer Basketball Verbandes


Yvonne Streit hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Ihr Engagement, ihre Energie und ihre tiefe Verbundenheit zum Basketball haben Generationen von Spielerinnen geprägt und den Basketball in Thüringen nachhaltig beeinflusst.


Der Thüringer Basketball Verband wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.


Die Trauerfeier für Yvonne findet am 06.07.2026 um 10:00 Uhr auf dem Nordfriedhof in Jena statt. Die anschließende Urnenbeisetzung ist für den engsten Familienkreis vorgesehen. Die Familie bittet darum, von Beileidsbekundungen und Blumen abzusehen.

 
 
 

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