Jugend- und Verbandstag in Jena durchgeführt

Der Jugend- und Verbandstag des Thüringer Basketball-Verbandes hat am Sonnabend unter strengen Hygieneauflagen in der Sporthalle des USV Jena stattgefunden. Insgesamt waren 17 Vereinsvertreter nach Jena gekommen, um sich vom Vorstand des TBV über die aktuelle Situation des Verbandes und die zukünftige Planung informieren zu lassen.

Jugendtag
In seinem Rückblick auf die vergangene Saison 2019/20 verwies Jugendwart Peter Krautwald auf die positive Entwicklung sowohl im Breiten- als auch Nachuchsleistungssport. Nicht nur an den Leuchtturm-Standorten, sondern auch in den anderen Vereinen werde intensiv im Jugendbereich gearbeitet. Die Anzahl der Mini-Mannschaften steige, Saalfeld, Mühlhausen, Erfurt und Jena seien hier gute Beispiele.

Die Anstrengungen, das große Potenzial im Mädchenbereich zu heben, würden erste Erfolge zeigen. Die Einstellung von Verbandstrainer Mahir Solo, der Start der VIMODROM Baskets Girls Academy in der neu geschaffenen weiblichen U16-Spielklasse in der Mitteldeutschen Liga und die Kooperation mit dem SV Halle in der WNBL seien hier wichtige Puzzleteile gewesen. Auch im Auftreten in den Jugendbundesligen und in der Anzahl der Kadernominierungen Thüringer Spieler und Spielerinnen für deutsche Auswahlen zeige sich die gute Arbeit im Leistungssport.

Eine Herausforderung stellt laut Krautwald die zunehmende Anzahl von Teams "Außer Konkurrenz" dar. "Hier müssen wir kreative Lösungen für den Spielbetrieb entwickeln", so Krautwald. Durch den Abbruch der Saison in Folge der Corona-Krise konnten 2019/20 keine Meister ermittelt werden. "Die Saison 2020/21 wird in dieser Hinsicht weiter Herausforderungen bereithalten, wir hoffen den Spielbetrieb halbwegs gut durch die Corona-Krise zu steuern."

In der Diskussion dazu einigten sich die Vereine darauf, im Falle einer in Landkreisen oder Städten auf rot gestellten Ampel im Warnsystem des Landes die Heim- und Auswärtsspiele der Mannschaft in dieser Region durch den Verband im Jugend- und Seniorenbereich absagen zu lassen. Abgesagte Spiele sollen nachgeholt werden ohne Strafe. Bei allen anderen Corona-bedingten Anfragen, Ausfällen oder Absagen ist ebenfalls der Verband zu informieren, so dass hier mit Augenmaß die Situation bewertet und darüber befunden und entschieden werden kann.

Abschließend wurden Peter Krautwald, sowie der Jugendausschuss in Person von Ronny Schönau, Florian Gut und Yvonne Strei für ihre Arbeit entlastet und einstimmig wiedergewählt. 

Verbandstag
TBV-Vorsitzender Thomas Fritsche blickte in seinem Bericht auf die Arbeit des Vorstandes und der hauptamtlichen Mitarbeiter im 2. Halbjahr 2019 und 1. Halbjahr 2020 zurück. Der Etat des Verbandes sei in dieser Zeit um rund 50.000 Euro gestiegen. Dies sei vor allem auf neue Kooperationsprojekte zurückzuführen.

Neben einer Partnerschaft mit Science City Jena zum Einsatz des Landestrainers Tino Stumpf im Nachwuchsleistungssport sei auch ein Übungsleiter-Sharingprogramm mehrerer Vereine mit dem LSB installiert worden.

Hier stehe die Strukturenwicklung im Vordergrund - beispielsweise im Bereich Ost in Gera -  und die Weiterentwicklung der Qualität im weiblichen Trainerbereich. Ziel sei bis 2022 eine deutliche Steigerung der Spielerpässe im weiblichen Bereich, eine Qualifikation für die WNBL der VIMODROM Baskets Girls Academy im Jahr 2021 und der Aufstieg der USV VIMODROM Baskets in die 2.Bundesliga im Jahr 2022. 

In der Geschäftsstelle ist in den vergangenen Monaten eine neue Verwaltungssoftware installiert wurden, mit Adam Weiß unterstützt ein neuer Mitarbeiter als Bundesfreiwilligen-Dienstleister die Arbeit des TBV. Zusammen habe der TBV zudem mit  weiteren kleineren Landesverbänden beim DBB ein Strukturentwicklungsprogramm angeschoben, das idealerweise ab dem Jahr 2021 den Landesverbänden neue Perspektiven und Unterstützung ermöglicht.

Die Anzahl der Spielerpässe ist erneut leicht gesunken, dafür aber die Anzahl der im Landessportbund organisierten Basketballer gestiegen. "Diese Diskrepanz müssen wir angehen", sagte Thomas Fritsche. 

Für den Finanzbereich schlug der Präsident aufgrund veränderter Rahmenbedingungen eine umfassende Reform vor, die ab der Saison 2021/22  greifen soll. Dafür wird eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Vereine ins Leben gerufen, um gemeinsam entsprechende Vorschläge zu erarbeiten. Der Haushaltsabschluss sowie der Kassenprüfungsbericht für das Jahr 2019 wurden genehmigt, der Haushaltsplan für das Jahr 2020 angenommen.

Zum Abschluss bedankte sich Thomas Fritsche für die Anwesenheit aller Vereine und drückte die Daumen für die Saison 2020/21. "Hoffen wir, dass wir gut durchkommen."